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Microsoft word - atopische dermatitis.doc

Claudia S. Nett-Mettler
Dr. med. vet., Diplomate ACVD (Dermatology) Atopische Dermatitis
Die Atopische Dermatitis (allergische Dermatitis, Atopie) des Hundes und der Katze ist eine vererbte Veranlagung allergische Symptome zu entwickeln. Diese treten nach wiederholter Exposition des Tieres auf ansonsten harmlose Substanzen, sogenannte Allergene, wie zum Beispiel Hausstaubmilben, Pollen oder Pilzsporen auf. Hunde zeigen die ersten Symptome meistens im Alter von 1 bis 3 Jahren. Wegen der erblichen Veranlagung sind verschiedene Hunderassen wie zum Beispiel der Golden Retriever, Labrador Retriever, fast alle Terrier-Arten, Irish Setter, Lhasa Apso, Bulldogge, Dalmatiner und Boxer sehr oft betroffen. Aber auch viele andere Rassen, inklusive Mischlingshunde, können an atopischer Dermatitis erkranken. Atopische Dermatitis ist nicht nur beim Menschen, sondern auch bei unseren Haushunden und Katzen im Zunehmen begriffen. Atopische Tiere kratzen, beissen, lecken, kauen und reiben an ihren Pfoten, Gesicht, Ohren, Armbeugen, oder auch am Bauch. Dies führt zu Haarausfall, sowie geröteter, offener und verdickter Haut. Atopische Katzen können sich mit ihren spitzen Krallen Verletzungen zuführen, wobei es zu schweren Wunden meistens im Kopf und Halsbereich kommt, oder sie zupfen sich mit ihrer rauhen Zunge das Fell aus, ohne dass es dabei zwingend zu Hautverletzungen kommt. Dieser Fellverlust tritt zumeist beidseits symmetrisch in der Bauch- und Flankengegend auf und wird deshalb häufig als hormonelles Problem fehlinterpretiert. Bei atopischen Tieren ist der Säuremantel und damit die Hautbarriere geschädigt. Deshalb ist die atopische Haut vermehrt anfällig auf bakterielle und Hefepilz-Infektionen. Diese Infektionen führen ihrerseits zu Juckreiz, auch wenn die allergische Grunderkrankung alleine noch nicht zum Kratzen geführt hätte. Man spricht von einer Juckreiz-Schwelle, die für jedes Individuum, sei es Tier oder Mensch, unterschiedlich hoch sein kann. Sobald diese Schwelle überschritten wird, beginnt sich das Tier zu kratzen. Nebst den Hautinfektionen können auch Ektoparasiten, wie zum Beispiel Flöhe, zur Überschreitung des Schwellenwertes führen. Aus diesen Gründen ist es wichtig, dass beim Allergiker nicht nur die Allergie abgeklärt und behandelt wird, sondern auch eine gute Flohprophylaxe durchgeführt wird und Sekundärinfektionen stets kontrolliert werden, um das allergische Tier möglichst unter seiner Juckreizschwelle halten zu können. Dadurch ist es auch einfacher, die allergische Grunderkrankung besser zu kontrollieren. Diagnose
Die spezifische Diagnose der Atopischen Dermatitis basiert auf dem Auschluss von anderen juckenden
Hauterkrankungen und auf den Resultaten eines Intrakutantests, bei dem die Reaktion der Haut auf diverse
in die Haut gespritzte Allergene untersucht wird, oder auf einer in vitro Blutuntersuchung auf Allergen-
spezifische Antikörper. Viele Medikamente können mit unserem Intrakutantest interferieren. Die Zeit,
während der ein Medikament im Körper verbleibt ist individuell recht unterschiedlich. Anbei sind die
durchschnittlichen Absetzungsfristen von Medikamenten aufgelistet, die mit dem Intrakutantest und
teilweise auch mit dem in vitro-Test interferieren können:
Präparat Absetzfrist
Orale Kortisonpräparate
Topische/lokale Steroide (inkl. Ohrtropfen) nicht genau bekannt, sicherheitshalber 2 Wochen Claudia S. Nett-Mettler
Dr. med. vet., Diplomate ACVD (Dermatology)
Behandlung
1) Antihistaminika - Diese Medikamente helfen bei ca. 20% der atopischen Patienten. Ihr Tier kann
Antihistaminika ein ganzes Leben lang einnehmen, ohne dass nennenswerte Nebenwirkungen eintreten. Der
einzige Nebeneffekt, der manchmal beobachtet wird, ist Schläfrigkeit. Es gibt verschiedene Klassen von
Antihistaminika, die eine individuell unterschiedliche Wirkung haben. Aus diesem Grund können bei Ihrem
Tier verschiedene Antihistaminika ausprobiert werden, bis man dasjenige findet, worauf Ihr Tier am besten
anspricht. Lokal können Antihistaminika auch als Augentropfen verabreicht werden, um Tieren mit
allergischer Bindehaut Linderung zu verschaffen.
2)
Allergen Vermeidung – Bei Tieren mit einer Hausstaubmilben-Allergie kann die Vermeidung des
Kontaktes mit Allergenen hilfreich sein. Bitte lesen Sie dazu unser spezielles Merkblatt über
Hausstaubmilbeallergiker. Kontakt mit Pollen kann dadurch minimiert werden, indem man Air Conditioning
verwendet bzw. das Tier in den frühen Morgen- und späten Abendstunden nicht nach draussen lässt, weil zu
diesen Zeiten der Pollenflug am grössten ist. Wenn das Tier von draussen hereinkommt, sollte es mit einem
feuchten Tuch abgewischt werden, um mechanisch die Allergene von der Haut zu entfernen. Dem gleichen
Zweck dient häufiges Baden.
3) Systemische Kortisontherapie (Prednison, Prednisolon, Kortison, Steroide, Triamcinolon, etc) – Diese
Medikamente haben sehr viele zum Teil schwere Nebenwirkungen und sind aus diesem Grund reserviert für
ausgewachsene Tiere, solche mit kurzem, saisonalen Juckreiz und solche, bei denen andere Therapien
entweder nicht möglich sind oder erfolglos waren. Typischerweise wird mit einer bestimmten
Anfangsdosierung begonnnen, die dann langsam vermindert und schliesslich auf jeden zweiten Tag reduziert
wird.
4) Lokale Kortisonbehandlung – Die lokale Kortisontherapie ist weniger problematisch als die systemische
Behandlung. Sie kann va. bei lokalem Juckreiz (Ohren, Augen, Pfoten) sehr nützlich sein. Bei grösserer
Ausbreitung des Hautproblems kann topisches Kortison in der Form von Sprays verwendet werden.
5) Cyclosporin (Atopica®) – Es handelt sich um ein relativ neues, immunsuppressives Medikament, welches
in niedriger Dosierung bei über 60-80% von allergischen Patienten Linderung verschafft. Es kann in
Kombination mit Kortison abgegeben werden, um den Kortisonbedarf zu vermindern. Die wichtigsten
Nebenwirkungen sind Erbrechen und Durchfall, die Langzeitnebenwirkungen sind noch nicht komplett
bekannt. Die Dosierung kann in den meisten Fällen nach einigen Wochen erfolgreicher Therapie vermindert
werden.
6) Tacrolimus (Protopic®-Salbe) - Dieses Medikament ist mit Cyclosporin verwandt. Es kann va. bei lokalen
juckenden Hautveränderungen bei Hunden mit atopischer Dermatitis hilfreich sein. Es wird 1-2x täglich auf
juckende Hautstellen aufgetragen.
7) Pimecrolimus (Elidel®-Salbe) – Dieses Medikament ist dem Tacrolimus sehr ähnlich.
8) Essentielle Fettsäuren – Gewisse Ölarten können allergische Symptome bei ca. 30% der atopischen
Patienten lindern. Wir können Fischöl-Kapseln oder Suspension in Kombination mit Low-Fat-Futtermitteln
verabreichen, oder aber spezifische Diäten verschreiben, die einen hohen Anteil an Fischölen enthalten.
Essentielle Fettsäuren können die Wirkung von Antihistaminika verstärken.
9) Allergen-spezifische Immunotherapie (Desensibilisierung) – Die Allergen-spezifische Immunotherapie
(ASIT) oder Desensibilisierung ist eine lebenslange Injektions-Behandlung. Auf Grund der Resultate des
Intrakutantests wird für das allergische Tier eine spezifische Mischung aus den Allergenen hergestellt. Nach
einer Anfangsphase, während der die Spritzen in Abständen von wenigen Tagen gegeben werden, wird nach
einigen Wochen auf Erhaltungstherapie umgestellt. Nun müssen die Injektionen nur noch alle 3-4 Wochen
verabreicht werden. 60-80% der Tiere zeigen eine Verbesserung der allergischen Symptome. Bei den
meisten Tieren zeigt sich diese Verbesserung innerhalb der ersten 4-6 Monate. Falls keine Verbesserung in
den ersten 9-12 Monaten gesehen wird, ist eine Neubeurteilung notwendig.
10) Baden – Atopische Haut ist äusserst empfindlich und trocknet schnell aus. Nur spezielle hypoallergene
Shampoos sollten deshalb für das allergische Tier verwendet werden. Um eine gute Wirkung zu erzielen, ist
Claudia S. Nett-Mettler
Dr. med. vet., Diplomate ACVD (Dermatology) eine Kontaktzeit des Shampoos mit der Haut von 10-15 Minuten notwendig. Anschliessend sollte das Shampoo gründlich ausgespült werden. Es ist vorteilhaft, nach dem Shampoonieren einen hypoallergenen oder rehydrierenden Conditioner oder Spray zu verwenden. 1. Topische Behandlung
A) __________________________________ x - __x _____________ lokal auf betroffene Stellen B) __________________________________ x - __x ___________ den ganzen Körper behandeln. 2. Badeprotokoll
Mindestens
___x pro Woche mit __________________________ shampoonieren. Für 10-15 Minuten in das Fell einarbeiten und gut einwirken lassen, anschliessend gut ausspülen. Mit Spray oder Lotion (_______________________) nach jedem Bad behandeln um die Haut zu rehydrieren. 3. Systemische Behandlung:
A) Kortison Therapie: Bitte geben Sie ____ mg einmal täglich für _____ Tage, dann______ mg einmal täglich für _______, dann _______ mg jeden 2. Tag für _______Tage. B) Antihistamininika. Bitte geben Sie ___________________, ____ mg ____ x täglich für ___Tage, wechseln Sie dann auf ___________________, ____ mg ____ x täglich für ___ Tage, wechseln Sie dann auf ___________________, ____ mg ____ x täglich für ___Tage. Geben Sie nun bis auf weiteres dasjenige Antihistaminikum, welches Ihrem Tier am besten geholfen hat. C) Cyclosporin Behandlung. Geben Sie Atopica/Neoral, _____ mg oder ______ ml, _____täglich mit D) Essentielle Fettsäuren: Geben Sie ______________________ Kapseln/ml, täglich mit Futter oder verwenden Sie folgende Diät __________________________.

Source: http://www.ennetseeklinik.ch/domains/ennetseeklinik_ch/data/free_docs/Atopische_Dermatitis.pdf

Sucht adhs.doc

ADHS und Sucht Bis zu 50%, der Menschen, die ADHS im Kindesalter hatten, haben im Jugend-und Erwachsenenalter noch deutliche Symptome eines ADHS nämlich: Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen Hyperaktivität, Getriebenheit oder Hypoaktivität, Langsamkeit schnelle Stimmungswechsel Chaos und Desorganisation impulsive Handlungen Selbstzweifel Vergesslichkeit Schwierigkeiten mit Mitmens

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