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Diskussionspapier_innov

1
Einleitung _____________________________________________________________ 3
2
Datenmaterial __________________________________________________________ 3
3
Die neuen Wirkstoffe des Jahres 2004 ______________________________________ 4
Übersicht der Wirkstoffe__________________________________________________ 4
Die Bedeutung der Wirkstoffe im Jahr 2005__________________________________ 6
Zusammenfassung ______________________________________________________ 11
4
Die neuen Wirkstoffe des Jahres 2003 _____________________________________ 11
Übersicht der Wirkstoffe_________________________________________________ 11
Die Bedeutung der Wirkstoffe im Jahr 2005_________________________________ 13
Zusammenfassung ______________________________________________________ 17
5
Innovationsquote im Zeitraum von 10 Jahren _______________________________ 17
Übersicht der Wirkstoffe_________________________________________________ 18
Die Innovationsquote ____________________________________________________ 18
Indikationsbezogene Innovationsquote _____________________________________ 20
6
Fazit ________________________________________________________________ 21
Das Wissenschaftliche Institut der PKV (WIP) analysiert mit der vorliegenden Untersuchung die Verordnungen von neuen Medikamenten. Es gilt die Frage zu klären, welche Bedeutung die neuen Wirkstoffe der letzten Jahre für Privatversicherte heute einnehmen. Es wird erörtert, inwieweit Verordnungsunterschiede von Medikamenten zwischen Privatversicherten und Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) existieren. Hierbei wird insbeson- dere der Frage nachgegangen, ob ein PKV-Versicherter anteilsmäßig mehr neue Medikamente Mit dieser Untersuchung soll weitere Transparenz in die Arzneimittelversorgung von Privatversicherten gebracht werden. Untersuchungsgegenstand ist in den Kapiteln drei und vier der Arbeit die heutige Relevanz der neuen Wirkstoffe der Jahre 2004 bzw. 2003. Es werden die Umsatz- und Verordnungsanteile sowie die Bedeutung innerhalb der therapeuti- schen Untergruppe verglichen. Im Kapitel fünf werden zwei Kennzahlen, eine Innovations- quote und eine indikationsbezogene Innovationsquote gebildet. Bei beiden Kennzahlen werden die Wirkstoffe der Jahre 1995 bis 2004 betrachtet. Hiermit kann die Bedeutung von neuen Medikamenten in der PKV im Vergleich mit der GKV abgeschätzt werden. Der Untersuchung liegen die Arzneimittelverordnungsdaten des Jahres 2005 von vier PKV- 3,59 Mio. Verordnungen. Daraus wurde ein Umsatz von 125,7 Mio. € berechnet. Die Daten der vier PKV-Unternehmen sind den dort eingereichten Rezepten und ärztlichen Verordnun- gen entnommen. Es handelt sich jeweils um eine Vollerfassung. Die Repräsentativität der Stichprobe der vier Unternehmen für die gesamte Branche kann nicht garantiert werden. In der Tendenz lassen sich aber sehr gute Aussagen über die Verordnungspraxis bei Privatversi- Die Arzneiverordnungsdaten (Umsatz und Verordnungszahlen) der GKV wurden dem Arzneiverordnungsreport 2006 entnommen.1 Der Arzneiverordnungsreport dokumentiert die Ergebnisse einer Vollerhebung der Arzneimittelverordnungen in der GKV. Verordnungs- und 1 Vgl. Schwabe, Paffrath (2006). Umsatzzahlen sind dort für die 3000 verordnungshäufigsten Medikamente in der GKV dargestellt. Die Daten sind aus dem Jahr 2005. Die Arzneimitteldaten (Klassifizierung nach ATC-Code2, Name, Wirkstoffmenge, Darreichungsform, Preis) stammen aus der Pharmazent- ralnummer-Datenbank der ABDA (Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände). Bei der Untersuchung der Arzneien folgt die Studie in der Systematik der Arzneien der Gliederung nach dem ATC-Code. Verwendung findet insbesondere die zweite Ebene, die Ebene der therapeutischen Untergruppe (z. B. Lipid senkende Mittel). Für die Berechnung der Innovationsquote wurden die neuen Wirkstoffe der Jahre 1995 bis 2004 herangezogen. Eine spezielle Analyse erfahren die Wirkstoffe der Jahre 2003 und 2004.3 3.1 Übersicht der Wirkstoffe
Im Jahr 2004 wurden in Deutschland 33 neue Wirkstoffe auf dem Markt eingeführt. In Folge von unterschiedlichen Darreichungsformen und Dosisstärken stehen hinter den Wirkstoffen mehr als 360 verschiedene Arzneimittel, die erstmals in die Therapie Einzug erhielten. Die folgende Tabelle zeigt eine Aufstellung der Wirkstoffe mit ihrem Anwendungsgebiet und der therapeutischen Untergruppe laut ATC-Code. Die Wirkstoffe sind in der Tabelle nach dem 2 Der ATC-Code ist die anatomisch-therapeutisch-chemische Klassifikation der WHO (Weltgesundheitsorgani- sation), seit 1.1.2005 auch als amtliche Klassifikation in Deutschland eingeführt. 3 Zu den Wirkstoffen des Jahres 2005 sind in den Daten zwar ebenfalls Verordnungszahlen verfügbar. Der Zeitraum seit der Markteinführung liegt aber teilweise deutlich unter einem Jahr. Zudem differiert die Dauer der Marktpräsenz prozentual noch deutlich zwischen den Wirkstoffen. Eine sinnvolle Auswertung der Verordnungs- daten der Wirkstoffe des Jahrgangs 2005 ist damit nicht möglich. Präparat
Wirkstoff
Anwendungsgebiet
ATC-Code
Therap. Untergr.
Tabelle 1: Die neuen Wirkstoffe des Jahres 2004.
Unter den Wirkstoffen finden sich fünf Substanzen, die bei Krebs- bzw. zur Tumortherapie eingesetzt werden können: Pemetrexed bei Lungenkrebs, Cetuximab bei Darmkrebs, Borte- zomib beim multiplen Mylom (einer bösartigen Erkrankung des Knochenmarks), Fulvestrant bei Brustkrebs sowie Mitotan beim seltenen Nebennierenrindenkarzinom. Neu waren weiterhin zwei Insulinanaloga, nämlich Insulin glulisin (ein kurzwirksames Insulin) und Insulin detemir (ein langwirksames Insulin). Im Jahr 2004 erschienen zudem zwei weitere Wirkstoffe zur antiviralen Kombinationstherapie bei HIV-Infizierten (Fosamprenavir und 3.2 Die Bedeutung der Wirkstoffe im Jahr 2005
Um die Bedeutung der neuen Wirkstoffe zu analysieren, werden vier Kennzahlen gebildet. Die erste Kennzahl ist der Umsatzanteil des jeweiligen Wirkstoffes am Gesamtumsatz der Arzneimittel. Der Wert wird sowohl für die PKV als auch für die GKV berechnet. Rangfolge nach Umsatzanteil
In der folgenden Tabelle werden die zehn umsatzstärksten Wirkstoffe bei der PKV wiederge- geben. Als weiterer Wirkstoff ist noch eine Substanz aufgeführt, die bei der GKV einen größeren Umsatzanteil erreichte und nicht zu den umsatzstärksten in der PKV zählt. Anteil am
Anteil am
Wirkstoff
Anwendungsgebiet
Gesamtumsatz
Gesamtumsatz
Arzneimittel PKV
Arzneimittel GKV
Tabelle 2: Die umsatzstärksten neuen Medikamente des Jahres 2004 im Jahr 2005.
Umsatzstärkster neuer Wirkstoff des Jahres 2004 bei der PKV ist Etoricoxib. Diese Substanz trug im Jahr 2005 mit 0,22 % zum Gesamtumsatz der Arzneimittel in der PKV bei. In der GKV liegt der Umsatzanteil von Etoricoxib nur bei 0,10 %. Etoricoxib ist ein Schmerzmittel (Cox-2-Hemmer) zur Behandlung von Arthrose, rheumatoider Arthritis und von Gicht. Es wird unter dem Handelsnamen Arcoxia vertrieben. Etoricoxib gilt als Nachfolger von Rofecoxib (Handelsname: Vioxx), welches vom gleichen Hersteller Merck stammt und 2004 aufgrund von unerwünschten Nebenwirkungen vom Markt genommen werden musste. Auf Platz zwei der Umsatzrangliste der PKV folgt das Antiepileptikum Pregabalin (Handels- name: Lyrica) von Pfizer. Es findet seine Anwendung bei neuropathischen Schmerzen und bei Epilepsie. Sein Umsatzanteil erreicht bei der GKV etwa den doppelten Wert der PKV. Es ist bei Kassenpatienten der umsatzstärkste Wirkstoff des 2004er Jahrgangs. Auf dem dritten Rang platziert sich Atazanavir der Pharmafirma Bristol-Myers Squibb, welches im Rahmen einer HIV-Therapie Verwendung findet. Sein Umsatzanteil liegt bei der PKV 0,06 Prozentpunkte über dem Wert der GKV. Die zweite HIV Substanz Fosamprenavir gehört bei der GKV nicht zu den 3000 verordnungshäufigsten Präparaten. Nicht unter den umsatzstärksten Wirksubstanzen bei der PKV zu finden, sind die neuen Rangfolge nach Verordnungszahl
Als zweite Kennzahl wird der Verordnungsanteil der Wirkstoffe als Quotient aus der Anzahl der Verordnungen des jeweiligen neuen Wirkstoffs und der Gesamtzahl von Verordnungen aller Medikamente gebildet. Im Gegensatz zum Umsatzanteil spielt hierbei der Preis der Substanz keine Rolle. Wirkstoffe mit niedrigem Preis sind jetzt eher in der Spitzengruppe zu finden als bei einer Aufstellung nach Umsatz. Anteil an den
Anteil an den
Wirkstoff
Anwendungsgebiet
Gesamtverordnungen
Gesamtverordnungen
Arzneimittel PKV
Arzneimittel GKV
Tabelle 3: Die verordnungshäufigsten neuen Wirkstoffe des Jahres 2004 im Jahre 2005.
Die Verordnungsanteile sind im Schnitt niedriger als die Umsatzanteile, was darauf verweist, dass neue Wirkstoffe tendenziell teure Präparate sind. Der umsatzstärkste ist aber auch der verordnungshäufigste Wirkstoff bei der PKV. Das Arthritismittel Etoricoxib führt die Liste mit 0,18 % Verordnungsanteil an. Auf Platz zwei bei der PKV und auf Rang eins bei der findet sich auch hier das Antiepileptikum Pregabalin. Nach Verordnungen auf Platz drei bei der PKV rangiert Racecadotril der deutschen Pharmafirma Trommsdorff. Racecadotril ist hilfreich bei der Behandlung akuter Durchfälle bei Säuglingen und Kindern. Rangliste nach Bedeutung des Umsatzes für die therapeutische Untergruppe
Die zwei oben verwendeten Kennzahlen lassen keine Aussage zu, welche Bedeutung bestimmte Wirkstoffe für einzelne Krankheitsbilder haben. So ist es vorstellbar, dass ein Wirkstoff die Behandlung einer Krankheit revolutioniert, die Umsatz- und Verordnungszah- len aufgrund der geringeren Bedeutung der Krankheit aber trotzdem niedrig bleiben. Um die Relevanz solcher Substanzen zu würdigen, wird eine dritte Kennzahl eingeführt. Es wird der Anteil des Umsatzes eines Wirkstoffes am Umsatz der therapeutischen Untergruppe gebildet. Auf den ersten Plätzen liegen damit Mittel, die für eine therapeutische Untergruppe und damit für einen Krankheitsbereich von besonderer Bedeutung sind, unabhängig vom Umsatzvolu- men der Gruppe schlechthin. In der folgenden Tabelle ist die zugehörige therapeutische Umsatzanteil an
Umsatzanteil an
Therapeutische
Wirkstoff
therapeutischer
therapeutischer
Untergruppe
Untergruppe PKV
Untergruppe GKV
Tabelle 4: Die für ihre therapeutische Untergruppe nach Umsatz wichtigsten neuen Wirkstoffe des Jahres
2004 im Jahr 2005.
Die größte Bedeutung findet sich sowohl bei der PKV als auch bei der GKV (mit allerdings fünf Prozentpunkten weniger) für Pregabalin. Unter den Epilepsiemitteln erreicht dieses Mittel in der PKV bereits 16,76 % des Umsatzes. Auf Platz zwei rangiert bei der PKV mit Cinacalcet ein Wirkstoff, der in den bisherigen Ranglisten noch nicht auftauchte und dessen zugehöriges Präparat Mimpara in der GKV nicht zu den 3000 verordnungshäufigsten Mitteln zählt. Hersteller ist das amerikanische Biotechnologieunternehmen Amgen. Außerhalb der EU wird das Mittel im Übrigen unter den Namen Sensibar vertrieben. Cinacalcet wird zur Reduzierung des Calziumserumspiegels bei sekundärem Hyperparathyroidismus verordnet. Diese Krankheit ist oft eine Folge chronischer Nierenleiden und führt zu einer Verkalkung vom Gewebe und Herzkreislaufsystem. Cinacalcet gilt als innovative und wirksame Substanz. Eine Behandlung mit diesem Wirkstoff ist aber 40mal teurer als die Standardtherapie. Auf Rang drei platziert sich der umsatzstärkste und verordnungshäufigste hier betrachte Wirkstoff Etoricoxib. Das Arthritismittel besitzt bei der PKV in der therapeutischen Unter- gruppe einen 2,5mal höheren Anteil als in der GKV, während in der PKV mehr als 10 % aller Umsätze mit Rheumamitteln auf Etoricoxib entfallen, sind es bei der GKV nur 4,15 %. Auch bei einigen anderen aufgeführten Wirkstoffen ist deren Bedeutung in der PKV größer. Besonders auffällig ist hier der Wirkstoff Eplerenon. Der Aldosteronantagonist Eplerenon (Handelsname: Inspra) besitzt in der PKV einen Anteil von 6,18 % an seiner therapeutischen Untergruppe, in der GKV liegt der Wert nur bei 1,01 %. Eplerenon wird zur Behandlung von Herzinsuffizienz nach einem akuten Herzinfarkt verordnet. Es weist weniger hormonale Nebenwirkungen als alternative Substanzen auf, ist aber fünfmal teurer. Der Wirkstoff Efalizumab (Handelsname Raptiva), auf Rang fünf platziert, ist zur Behand- lung der Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris) vom Plaque-Typ zugelassen. Es konnte in Langzeitstudien Wirksamkeit und Verträglichkeit nachgewiesen werden. Die monatlichen Kosten sind allerdings hoch und liegen erheblich über denen der Standardtherapie. In der PKV erreicht Efalizumab einen Anteil an der therapeutischen Untergruppe von 6,02 %, in der GKV gehört das zugehörige Medikament nicht zu den 3000 verordnungshäufigsten Arzneien. Efalizumab wird in Europa vom Schweizer Biotechnologie-Unternehmen Serono vermarktet. Rangliste nach Bedeutung der Verordnungszahl für die therapeutische Untergruppe
Anknüpfend an die Analyse im vorigen Abschnitt werden jetzt statt des Umsatzes die Verordnungszahlen im Verhältnis zur therapeutischen Untergruppe berechnet. Verordnungsanteil an
Verordnungsanteil an
Therapeutische
Wirkstoff
therapeutischer
therapeutischer
Untergruppe
Untergruppe PKV
Untergruppe GKV
Tabelle 5: Die für ihre therapeutische Untergruppe nach Verordnungen wichtigsten neuen Wirkstoffe des
Jahres 2004 im Jahr 2005.
In der obigen Tabelle der Verordnungsanteile finden sich auf den ersten drei Plätzen die gleichen Wirkstoffe wie in der Tabelle vier, die nach Umsatzanteilen gruppiert wurde. Das Antiepileptikum Pregabalin rangiert auf Platz eins vor Cinacalcet und Etoricoxib. Auf Platz vier findet sich jetzt das Aknemittel Nadifloxacin (Handelsname: Nadixa). Aufgrund uner- wünschter Nebenwirkungen und guter, preisgünstiger Alternativpräparate wird Nadifloxacin vielfach als überflüssige Neuentwicklung angesehen. Der Verordnungsanteil an der therapeu- tischen Untergruppe liegt bei der PKV (3,80 %) leicht über dem der GKV (3,45 %). Eine deutlich höhere Relevanz bei Kassenpatienten erkennen wir bei dem Durchfallwirkstoff für 3.3 Zusammenfassung
Mit vier verschiedenen Kennzahlen konnte die Bedeutung der neuen Wirkstoffe des Jahres 2004 analysiert werden. Je nach Vorgehensweise, beispielsweise ob nach Verordnung oder Umsatz, ergab sich zwar eine leicht unterschiedliche Reihenfolge. Einige bedeutende Wirkstoffe belegten aber unabhängig von der Kennzahl vordere Ränge. Dies gilt insbesondere für das Arthritismittel Etoricoxib und das Antiepileptikum Pregabalin. Die neuen Wirkstoffe besitzen bei der PKV vielmals einen höheren Verordnungs- bzw. Umsatzanteil als bei der GKV. Vermutlich wird bei der Behandlung von Kassenpatienten in größerem Maße die oft preisgünstigere Standardtherapie verfolgt. Deutlich größere Umsatz- und Verordnungszahlen sind bei der PKV beispielsweise beim Diuretika Eplerenon oder auch bei Etoricoxib auszu- In diesem Kapitel werden nach der gleichen Vorgehensweise wie im vorigen Teil der Arbeit die Wirkstoffe des Jahres 2003 untersucht. Auch hier werden vier Kennzahlen gebildet, um die Bedeutung der verschiedenen Substanzen zu verdeutlichen. 4.1 Übersicht der Wirkstoffe
Im Jahr 2003 erschienen 17 neue Wirkstoffe auf dem deutschen Markt. Dies sind deutlich weniger als 2004, da waren es – wie im vorigen Kapitel dargelegt – 33 neue Substanzen. Die folgende Tabelle veranschaulicht die Mittel mit Präparats- bzw. Handelsnamen, mit Anwen- dungsgebiet, ATC-Code und therapeutischer Untergruppe. Präparat
Wirkstoff
Anwendungsgebiet
ATC-Code
Therap. Untergr.
Tabelle 6: Die neuen Wirkstoffe des Jahres 2003.
Unter den neuen Wirkstoffen befinden sich vier Substanzen aus dem Bereich der Mittel für Harn- und Geschlechtsorgane, und zwar die beiden Wirkstoffe bei erektiler Dysfunktion Tadalafil und Vardenafil, der Wirkstoff Dutasterid, der bei gutartiger Prostatavergrößerung verordnet wird, sowie Norelgestromin. Norelgestromin ist ein Wirkstoff im Pflaster Evra, welches als das erste Verhütungspflaster weltweit gilt. Die Kosten dieser Arznei werden in der GKV für Frauen bis zum 21. Lebensjahr erstattet. Zum Versicherungsschutz der PKV gehören Verhütungsmittel nur, wenn medizinische Gründe eine Verschreibung erfordern. Weiterhin finden wir unter den Neuheiten den Wirkstoff Dibotermin alfa, der die Heilung bei Schienbeinfrakturen (Tibiafrakturen) beschleunigt. Er ist der erste Wirkstoff dieser Art, der zur Verbesserung der Standardtherapie zugelassen wurde. In der Liste enthalten ist auch der Arthritiswirkstoff Valdecoxib (Handelsname: Bextra), der im Laufe des Jahres 2005 von seinem Hersteller Pfizer aufgrund von Nebenwirkungen (seltene, aber schwere Hautreaktionen) vom Markt genommen wurde. 4.2 Die Bedeutung der Wirkstoffe im Jahr 2005
Wie im Kapitel drei werden auch für die Wirkstoffe des Jahrgangs 2003 vier Kennzahlen untersucht. In der ersten Tabelle wird der Umsatzanteil der untersuchten Wirkstoffe am Rangfolge nach Umsatzanteil
Anteil am
Anteil am
Wirkstoff
Anwendungsgebiet
Gesamtumsatz
Gesamtumsatz
Arzneimittel PKV
Arzneimittel GKV
Tabelle 7: Die umsatzstärksten neuen Wirkstoffe des Jahres 2003 im Jahr 2005.
Der umsatzstärkste 2003er Wirkstoff ist bei der PKV mit einem Umsatzanteil von 0,32 % Pegfilgrastim. In der GKV liegt der entsprechende Anteil bei 0,20 %. Das unter dem Han- delsnamen Neulasta vertriebene Präparat gilt als fortschrittliches Mittel zur Behandlung Zytostatika-bedingter Neutropenien (Mangel an weißen Blutkörperchen). Es findet seine Anwendung im Rahmen eines Chemotherapiezyklus, wobei innerhalb eines 24h Zyklus eine Injektion zum Preis von 1524 € notwendig ist. Das herkömmliche Präparat Filgrastim (Handelsname: Neupogen) musste bis zu 11mal täglich injiziert werden und verursachte Kosten von mehr als 2000 € pro Zyklus. Beide Mittel stammen vom Biotechnologieunter- nehmen Amgen. Filgrastim galt im Übrigen bei seiner Einführung im Jahr 1989 als einer der ersten so genannten „Blockbuster“, also umsatzstarken Medikamente, der Biotechnologie. Auf Platz zwei der Umsatzrangliste folgt das Antidepressivum Escitalopram (Handelsname: Cipralex). Sein Umsatzanteil liegt in der PKV bei 0,22 %, in der GKV bei 0,12 %. Laut dem Arzneiverordnungsreport der GKV gibt es keine Evidenz für einen Vorteil gegenüber Citalopram (Handelsname: Cipramil). Es wird in diesem Report als Analogmedikament bzw. Scheininnovation bezeichnet. Für Citalopram sind bereits Generika auf dem Markt, wodurch dieser Wirkstoff auf diese Weise fast die Hälfte preisgünstiger angeboten wird. Im Übrigen stammt Cipralex vom gleichen Hersteller (der Firma Lundbeck) wie Cipramil. Ein größerer Umsatzanteil bei der GKV, im Vergleich zur PKV, ist beim Wirkstoff auf Rang drei Adalimumab (Handelsname: Humira) zu erkennen. Adalimumab gilt als fortschrittliche Substanz bei der Therapie von rheumatoider Arthritis. Hersteller ist der amerikanische Für eine Reihe von Wirkstoffen der oberen Tabelle sind keine GKV-Daten vorhanden, da die Verordnungszahlen zu gering sind. Es handelt sich hierbei um die innovative Osteoporose- Substanz Teriparatid, mit den beiden Wirkstoffe Tadalafil und Vardenafil, deren Wirkungen mit der von Sildenafil (Viagra) vergleichbar ist, sowie den Hepatitis B Wirkstoff Adefovirdi- Rangfolge nach Verordnungsanteil
Die Wirkstoffe des Jahres 2003 werden in der folgenden Tabelle nach ihren Verordnungsan- teilen aufgelistet. Der Verordnungsanteil wurde berechnet aus dem Quotient der Anzahl der Verordnungen des Wirkstoffs und der Gesamtzahl aller Arzneimittelverordnungen. Anteil an den
Anteil an den
Wirkstoff
Anwendungsgebiet
Gesamtverordnungen
Gesamtverordnungen
Tabelle 8: Die verordnungshäufigsten neuen Wirkstoffe des Jahres 2003 im Jahr 2005.
Während die neuen Medikamente bereits nach kurzer Zeit teilweise vergleichsweise hohe Umsatzanteile erzielen, liegen die Verordnungsanteile eher im marginalen Bereich. Verord- nungshäufigster 2003er Wirkstoff war im Jahr 2005 bei der PKV das Antidepressivum Escitalopram. Dahinter folgt Tadalafil (gegen erektile Dysfunktion) und der Arthritiswirkstoff Valdecoxib, der während des Jahres 2005 vom Markt zurückgezogen wurde. Rangliste nach Bedeutung des Umsatzes für die therapeutische Untergruppe
Der Vorgehensweise bei den Wirkstoffen des Jahres 2004 folgend, wird auch bei den Innovationen des Jahres 2003 der Anteil an den jeweiligen therapeutischen Untergruppen untersucht. In der folgenden Tabelle sind die errechneten Umsatzanteile dokumentiert. Umsatzanteil an
Umsatzanteil an
Therapeutische
Wirkstoff
therapeutischer
therapeutischer
Untergruppe
Untergruppe PKV
Untergruppe GKV
Tabelle 9: Die für ihre therapeutische Untergruppe nach Umsatz wichtigsten neuen Wirkstoffe des Jahres
2003 im Jahr 2005.
Eine erhebliche Bedeutung in seinem Krankheitsbereich hat bei der PKV der Wirkstoff Teriparatid erreicht. Bei einem Umsatzanteil von 61 % entfallen mehr als die Hälfte aller Umsätze der therapeutischen Untergruppe „Calzium-Homöostase“ auf dieses Mittel. Teripara- tid (Handelsname: Forsteo) gilt als das erste Parathormonanalogon zur Behandlung der manifesten Osteoporose postmenopausaler Frauen. Den Ärzten steht damit ein Stimulator der Knochenneubildung zur Verfügung. Das innovative Therapieprinzip dieses Wirkstoffes hat sich in Studien als wirksam herausgestellt. In der GKV gehört Forsteo nicht zu den 3000 verordnungshäufigsten Medikamenten, wodurch im Arzneiverordnungsreport auch keine Umsatzzahlen verfügbar sind. Im Verhältnis zum gesamten Arzneimittelmarkt sind für dieses Mittel auch in der PKV die Verordnungsanteile (<0,01 %) und die Umsatzanteile (0,09 %) nicht sehr groß. Produziert wird Teriparatid vom US-Unternehmen Eli Lilly. Der zweitbedeutendste Wirkstoff nach der hier untersuchten Kennzahl ist der Arthritiswirk- stoff Adalimumab (Humira), der bei der GKV eine etwas größere Bedeutung aufweist. Auf Platz drei, mit einem deutlich höheren Verordnungsanteil bei der PKV (8,49 %) im Vergleich zur GKV (6,00 %), finden wir die innovative Wirksubstanz Pegfilgrastim. Bis auf Adalimumab lässt sich bei allen anderen Wirkstoffen eine größere Bedeutung bei Rangliste nach Bedeutung der Verordnungszahl für die therapeutische Untergruppe
Die vierte Kennzahl zeigt den Anteil der Verordnungszahl der neuen Wirkstoffe des Jahres 2003 an der Zahl aller Arzneiverordnungen in der jeweiligen therapeutischen Untergruppe bei Verordnungsanteil an
Verordnungsanteil an
Therapeutische
Wirkstoff
therapeutischer
therapeutischer
Untergruppe
Untergruppe PKV
Untergruppe GKV
Tabelle 10: Die für ihre therapeutische Untergruppe nach Verordnungen wichtigsten neuen Wirkstoffe
des Jahres 2003 im Jahr 2005.
Auch bei Betrachtung der Verordnungszahlen findet sich auf Platz eins der neuartige Osteo- porose-Wirkstoff Teriparatid wieder. Bei einem Preis von 559,72 € pro Injektion (die in der Regel täglich verabreicht wird), liegt der Verordnungsanteil selbstverständlich unter dem Umsatzanteil aus der vorigen Tabelle. Auf Platz zwei rangiert Aprepitant (Handelsname: Emend), das als Bestandteil einer Kombinationstherapie das Erbrechen im Rahmen einer Chemotherapie reduziert. Der Verordnungsanteil dieser Substanz ist bei der PKV mehr als 6mal höher im Vergleich zur GKV. Auf Rang drei platziert sich der Erektionswirkstoff Bis auf Pegfilgrastim (Platz 8 bei der PKV) liegen die Verordnungsanteile der neuen Wirk- stoffe bei der PKV höher als bei der GKV. 4.3 Zusammenfassung
Im Jahr 2003 erschienen in Deutschland 17 neue Wirkstoffe auf dem Markt, von denen ein ursprünglich bedeutender, nämlich Valdecoxib, wegen unerwünschter Nebenwirkungen wieder vom Markt genommen wurde. Bezüglich der Verordnungszahlen finden wir das Antidepressivum Escitalopram auf dem ersten Platz bei der PKV. Für die jeweilige therapeu- tische Untergruppe hat der Osteoporose-Wirkstoff Teriparatid die größte Bedeutung erlangt. Im Hinblick auf die Umsatzzahlen ist bei der PKV Pegfilgrastim das wichtigste Mittel des 2003er Jahrgangs. Der im Rahmen eines Chemotherapiezyklus eingesetzte Wirkstoff ist das einzige der neuen Medikamente, welches bei der GKV einen größeren Verordnungsanteil an der therapeutischen Untergruppe aufweist. Unabhängig von der verwendeten Kennzahl zeigt sich, dass Privatversicherten anteilsmäßig mehr neue Medikamente verschrieben werden als Kassenpatienten. Der vergleichsweise hohe Preis hält die Ärzte vermutlich oftmals davon ab, im Rahmen ihres Budgets, GKV-Versicherten ebenfalls die neuen Medikamente zu verord- 5 Innovationsquote im Zeitraum von 10 Jahren Die Analyse der Wirkstoffe der Jahre 2004 und 2003 in den letzten beiden Kapiteln hat bereits einen guten Blick auf die Bedeutung von neuen Medikamenten bei der PKV und der GKV gegeben. Eine umfassende Sicht kann erhalten werden, wenn die neuen Medikamente eines größeren Zeitraums betrachtet werden. Im Folgenden werden die Wirkstoffe untersucht, die in den Jahren von 1995 bis 2004 auf dem deutschen Markt erschienen. In der Regel besteht für sie noch ein Patentschutz. Um ihre Bedeutung auszudrücken, werden zwei Kennzahlen gebildet. Die erste Kennzahl errechnet sich aus den Umsätzen der Wirkstoffe am gesamten Arzneimittelumsatz. Sie wird Innovationsquote genannt. Die zweite Kennzahl wird als indikationsbezogene Innovationsquote bezeichnet. Sie ist der Quotient aus Umsatz der Wirkstoffe und dem Umsatz der zugehörigen therapeutischen Untergruppe. 5.1 Übersicht der Wirkstoffe
Von 1995 bis 2004 sind 254 neue Wirksubstanzen auf dem deutschen Markt eingeführt worden, d. h. im Durchschnitt 25 Wirkstoffe pro Jahr. Die folgende Tabelle zeigt die umsatz- stärksten Wirkstoffe der betrachteten Jahre. Umsatzstärkste Wirkstoffe, in Klammern der Handelsname
Etoricoxib (Arcoxia), Pregabalin (Lyrica), Atazanavir (Reyataz) Pegfilgrastim (Neulasta), Escitalopram (Cipralex), Adalimumab (Humira) Ezetimib (Ezetrol), Tiotropiumbromid (Spiriva), Peginterferon alfa-2a (Pegasys) Imatinib (Glivec), Glatirameracetat (Copaxone), Darbepoetin alfa (Aranesp) Esomeprazol (Nexium Mups), Etanercept (Enbrel), Insulin glargin (Lantus) Moxifloxacin (Avolax), Infliximab (Remicade), Efavirenz (Sustiva) Clopidogrel (Plavix, Iscover), Montelukast (Singulair), Levofloxacin (Tavanic) Atorvastatin (Sortis), Candesartan (Atacand), Interferon beta-1a (Rebif) Interferon beta-1b (Betaferon), Venlafaxin (Trevilor), Follitropin alfa (Gonal) Fentanyl (Durogesic), Losartan (Lorzaar), Cabergolin (Cabaseril) Tabelle 11: Die drei umsatzstärksten Wirkstoffe pro Jahr der Jahre 1995 bis 2004.
Unter den neuen Wirkstoffen der letzten zehn Jahre befinden sich Substanzen, die heute die umsatzstärksten Arzneien überhaupt darstellen. Im Jahre 1995 wurde das Schmerzpflaster Durogesic mit dem Wirkstoff Fentanyl eingeführt, welches jetzt in der GKV das umsatz- stärkste Medikament ist. Der Cholesterinsenker Atorvastatin (Handelsname: Sortis), der umsatzstärkste Wirkstoff der PKV und bis vor zwei Jahren auch der GKV, kam 1997 auf dem Markt. Weitere bedeutende Wirkstoffe sind u. a. der Protonenpumpenhemmer Esomeprazol (2000 eingeführt), der Blutverdünner Clopidogrel (1998) und das Leukämiemittel Imatinib 5.2 Die Innovationsquote
Die Innovationsquote wird aus den aktuellen Umsätzen der Wirkstoffe der Jahre 1995 bis 2004 und dem gesamten derzeitigen Arzneimittelumsatz ermittelt. Um keine Verzerrung zuungunsten der GKV zu provozieren, werden aus jedem Jahrgang nur die Wirkstoffe betrachtet, für die Umsatzdaten im aktuellen Arzneiverordnungsreport ausgewiesen sind. Dazu muss das Medikament im Jahr 2005 zu den 3000 verordnungshäufigsten Arzneien in der GKV gehören. Von den 254 neuen Wirkstoffen werden damit 158 untersucht. In der folgen- den Tabelle ist in der Spalte „Zahl der Wirkstoffe“ neben der Zahl der in dem jeweiligen Jahr eingeführten Wirkstoffe in Klammern die Zahl der betrachteten Wirkstoffe angegeben. Wirkstoffe, die im Arzneiverordnungsreport der GKV nicht aufgeführt sind, spielen in der GKV keine oder nur eine sehr geringe Rolle. Diese Wirkstoffe werden hier nicht erfasst, selbst wenn für die PKV Daten vorliegen. Damit erfolgt eine Verzerrung zugunsten der GKV. Umsatzanteil
Umsatzanteil GKV
PKV (kumul.) am
(kumul.) am Gesamt-
Wirkstoffe
Gesamtumsatz
Tabelle 12: Marktanteil (nach Umsatz) der neuen Wirkstoffe des jeweiligen Jahres am gesamten
Arzneimittelumsatz im Jahr 2005.
Die von 1995 bis 2004 eingeführten Wirkstoffe nehmen bei der PKV einen Anteil von 27,39 % am gesamten Arzneimittelumsatz ein. In der GKV liegt der Anteil bei 24,11 %. Im Durchschnitt liegt die Innovationsquote der PKV damit fast 14 % Prozent höher als bei der GKV. Privatversicherte erhalten im Vergleich zur GKV anteilsmäßig mehr Wirkstoffe der Jahre 2004, 2003, 2002, 2001, 1999, 1998 und 1997. Einen höheren Anteil erzielen bei der GKV nur die Wirkstoffe des Jahres 2000, 1996 und 1995. Bei der Interpretation der Daten ist zu berücksichtigen, dass der Leistungskatalog der PKV umfangreicher ist als der der GKV. Der Gesamtumsatz, der hier als Bezugsgröße verwendet wird, enthält bei der PKV auch Umsätze von Medikamenten, die von der GKV nicht erstattet werden. Zudem ist der Medikamentenverbrauch sehr stark altersabhängig. Eine bessere Aussage ist einer indikationsbedingten Innovationsquote zu entnehmen. Diese folgt im 5.3 Indikationsbezogene Innovationsquote
Aus der Innovationsquote im vorigen Kapitel kann nicht abgelesen werden, welche Bedeu- tung die neuen Wirkstoffe im Krankheitsfall besitzen. Es ist aber die Frage zu klären, ob ein Patient, der beispielweise einen Cholesterinsenker benötigt, eher einen neuen Wirkstoff oder eher einen älteren erhält. Um dies festzustellen, wird für jeden der betrachteten neuen Wirkstoffe der Jahre 1995 bis 2004 der Umsatzanteil am Umsatz der zugehörigen therapeuti- schen Untergruppe gebildet. Es wird also der Anteil von Sortis an den Lipidsenker usw. berechnet. Im Gegensatz zur Vorgehensweise im vorigen Kapitel wird damit zum einen die unterschiedliche Morbidität aller Versicherten berücksichtigt. Zum anderen ist jetzt auch unerheblich, ob die PKV beispielsweise einen größeren Teil des Gesamtumsatzes für Behandlungen ausgibt, die nicht im Leistungskatalog der GKV stehen. Umsatzanteil
Umsatzanteil GKV
am Umsatz der
Zahl der Wirkstoffe
am Umsatz der
therapeutischen
therapeutischen
Untergruppe
Untergruppe
1995-2004
Tabelle 13: Marktanteil (nach Umsatz) der neuen Wirkstoffe des jeweiligen Jahres am Umsatz der jeweils
zugehörigen therapeutischen Untergruppe im Jahr 2005.
Die neuen Wirkstoffe der Jahre 1995 bis 2004 nehmen bei der PKV im Schnitt einen Umsatz- anteil von 7,34 % an den jeweiligen therapeutischen Untergruppen ein. Für Kassenpatienten wurde ein entsprechender Umsatzanteil von 5,30 % berechnet. Damit liegt die indikationsbe- zogene Innovationsquote bei Privatpatienten 38 % höher als bei GKV-Patienten. GKV- Versicherte erhalten bei ähnlicher Indikation weniger neue Wirkstoffe als Privatpatienten. Diese Aussage kann auch bei separater Betrachtung der einzelnen Jahrgänge getroffen werden. Bei allen zehn Jahrgängen ist der betrachtete Umsatzanteil bei der PKV höher als bei der GKV. So erreichen die Wirkstoffe des Jahres 2004 bei der PKV einen Umsatzanteil an den zugehörigen therapeutischen Untergruppen von 3,42 %, während bei der GKV nur ein Anteil von 2,44 % erreicht wird. Bei den Wirkstoffen des 2003er Jahrgangs steht einem Umsatzanteil von 6,30 % (PKV) ein Anteil von 5,44 % (GKV) gegenüber. Privatpatienten erhalten damit einen besseren Zugang zu neuen Medikamenten. Inwieweit sich diese Medikamente auch durch eine größere Wirksamkeit auszeichnen, kann an dieser Die größte Wichtigkeit in Bezug auf die jeweilige Indikation besitzen sowohl bei der PKV als auch der GKV die Wirkstoffe des Jahres 2001 und des Jahres 2000. Wichtigster neuer Wirkstoff im Jahr 2000 war der Magensäurehemmer Esomeprazol (Nexium Mups). Im Jahr 2001 kam das Leukämiemittel Glivec (Wirkstoff: Imatinib) auf dem Markt. Es sei noch einmal erwähnt, dass für die Berechnung der Innovationsquoten die Wirkstoffe, für die keine GKV-Daten vorliegen, nicht berücksichtigt wurden. Neue Wirkstoffe, die Privatversicherte in größerem Umfang erhalten, die aber – aufgrund geringer GKV- Verordnungszahlen – nicht im Arzneiverordnungsreport der GKV stehen, werden also ausgeblendet. Der Abstand der Innovationsquoten von PKV und GKV ist damit eher als Die Untersuchung der Arzneimitteldaten aus dem Jahr 2005 von vier PKV-Unternehmen und der Vergleich der Ergebnisse mit Daten der GKV hat einige interessante Erkenntnisse geliefert. Sowohl bei der separaten Betrachtung der neuen Wirkstoffe der Jahre 2004 und 2003 als auch beim Vergleich der Innovationsquote und der indikationsbezogenen Indikati- onsquote zeigte sich, dass Privatversicherte anteilsmäßig mehr neue Wirkstoffe erhalten als Kassenpatienten. Die indikationsbezogene Innovationsquote ist über alle betrachteten Jahrgänge bei der PKV höher als bei der GKV. Es ist zu vermuten, dass Ärzte im Rahmen ihres Budgets bei GKV-Versicherten eher auf preisgünstigere Medikamente zurückgreifen, statt neue und oftmals teuere Präparate zu verordnen. Das Verordnungsverhalten bei Privat- versicherten wird von keiner Restriktion des Gesetzgebers, der Krankenkassen oder der Kassenärztlichen Vereinigungen beeinflusst, sondern ist nur abhängig vom Sachverstand des Arztes, den Wünschen der Patienten und dem gewählten Versicherungstarif. Die höhere Innovationsquote bei Privatversicherten offenbart bei einigen Wirkstoffen, die als Scheinin- novationen gesehen werden können, erhebliche Mehrkosten für die private Assekuranz. Höheren Ausgaben steht hier ein geringerer Zusatznutzen gegenüber. Andere Medikamente, die Privatpatienten häufiger verordnet bekommen, zeichnen sich durch eine bessere Wirk- samkeit und geringere Nebenwirkungen als die Standardarzneien aus. In diesem Falle profitiert der Privatversicherte von seinem privatrechtlichen Versicherungsvertrag.

Source: http://www.online-pkv.de/Downloads/studie.pdf

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